Ein liebender Gott - Die Geschichte Abrahams

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Die Geschichte Abrahams

Im 18. Kapitel der Genesis sehen wir, wie „Gott“ mit zwei Engeln zu Abraham kommt. Gott teilt Abraham mit, dass seine Frau innerhalb eines Jahres einen Sohn haben wird. Danach stehen die Engel auf, um sich nach Sodom und Gomorra aufzumachen und nach zusehen, ob das zum Himmel dringende Klagegeschrei einen ernst zu nehmenden Grund hat. Sollte dies der Fall sein, will Gott die Stadt bestrafen.


Gott ist so unglaublich, dass er jenen, die ihm treu ergeben sind, seine Vorhaben, Pläne und Ziele häufig offenbart:

Amos 3,7 (ELB): Denn der Herr, Jehova, tut nichts, es sei denn, daß er sein Geheimnis seinen Knechten, den Propheten, geoffenbart habe.


1. Mose 18,17-21 (ELB): Und Jehova sprach : Sollte ich vor Abraham verbergen, was ich tun will? Wird doch Abraham gewißlich zu einer großen und mächtigen Nation werden, und sollen doch in ihm gesegnet werden alle Nationen der Erde! Denn ich habe ihn erkannt, auf daß er seinen Kindern und seinem Hause nach ihm befehle, daß sie den Weg Jehovas bewahren, Gerechtigkeit und Recht zu üben, damit Jehova auf Abraham kommen lasse, was er über ihn geredet hat. Und Jehova sprach : Weil das Geschrei von Sodom und Gomorra groß, und weil ihre Sünde sehr schwer ist, so will ich doch hinabgehen und sehen, ob sie nach ihrem Geschrei, das vor mich gekommen ist, völlig getan haben; und wenn nicht, so will ich' s wissen.


Was dann folgte, war nicht weniger unglaublich. Abraham erinnert Gott an dessen Gerechtigkeit und erreicht am Ende, dass Gott ihm verspricht, dass, wenn er in Sodom auch nur zehn Gerechte finden sollte, die ganze Stadt verschonen wird. Diese Geschichte finden wir in der Genesis 18,22-33.


Damit aber endet die Geschichte über Gottes Barmherzigkeit im Hinblick auf Sodom noch keineswegs. Die Engel kommen in die Stadt, und es fehlt nicht viel, dass sie von den einheimischen Männern vergewaltigt werden. Zum Glück nimmt Lot, der nach dem Ratschluss Gottes gerettet werden soll, sie bei sich auf. Die Engel dringen auf Lot ein, die Stadt rasch mit seiner ganzen Familie zu verlassen. Seine Schwiegersöhne glauben, Lot mache nur Spaß, und wollen nicht mitgehen. Die Engel müssen Lot, seine Frau und Tochter bei der Hand nehmen und sie aus der Stadt herausführen. Dort befehlen sie ihnen, in die Berge zu fliehen, um nicht zusammen mit der ganzen Stadt umzukommen. Aber Lot gibt den Engeln zu verstehen, er könne nicht in die Berge fliehen, denn das würde ebenso sein Ende bedeuten, und so bittet er sie, in einer nahegelegenen kleinen Stadt Unterschlupf zu suchen. Gott gibt auch hier wieder nach und verschont dieses Städtchen (das ursprünglich ebenfalls zur Vernichtung vorgesehen war) um Lots willen. Die ganze Geschichte könne wir im 19. Kapitel des Buches Genesis (1. Mose) nachlesen.


Diese Geschichte ist nur eine von vielen, an der wir sehen können, wie Gott häufig bereit ist, seine Entscheidungen auf die Fürsprache und Bitte seiner treuen Diener (die Ihn häufig um ein Entgegenkommen bitten) hin zu ändern. Wenn wir das alles aufmerksam lesen, erkennen wir, dass Gott sogar bemüht ist, jemanden zu finden, der ihn um seine Barmherzigkeit und sein Entgegenkommen bittet, um nicht gezwungen zu sein, der Gerechtigkeit freien Lauf zu lassen und zu strafen.


1. Mose 22,1-3 (ELB): Und es geschah nach diesen Dingen, daß Gott den Abraham versuchte; und er sprach zu ihm: Abraham! Und er sprach : Hier bin ich! Und er sprach : Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du lieb hast, den Isaak, und ziehe hin in das Land Morija, und opfere ihn daselbst als Brandopfer auf einem der Berge, den ich dir sagen werde. Und Abraham stand des Morgens früh auf und sattelte seinen Esel und nahm mit sich zwei von seinen Knaben und Isaak, seinen Sohn; und er spaltete Holz zum Brandopfer und machte sich auf und zog hin an den Ort, den Gott ihm gesagt hatte.


Das ist eine der bekanntesten Geschichten der Bibel. Ich möchte hier auf zwei Dinge aufmerksam machen. Wie ich bereits sagte, muss das Fundament für unsere gute Beziehung zu Gott unsere Liebe sein, die sich im Gehorsam äußert. Abraham konnte in dieser Geschichte beweisen, wie es um seinen Gehorsam und seinen Glauben steht. Schauen wir uns einmal Abrahams Reaktion an! Gott fordert von ihm etwas total Wahnsinniges (er will von ihm, dass er seinen so sehr geliebten Sohn opfert). Abraham zögert keine Sekunde, er schreit nicht, er weint nicht, ja er versucht nicht einmal, mit Gott zu feilschen. Er fragt sich nicht monatelang, wie Gott eine solche Sache nur von ihm verlangen kann, dass das doch eigentlich gar nicht Gott sein kann - usw. Vielmehr packt er am nächsten Morgen alles Notwendige zusammen und macht sich mit Isaak auf den Weg - um diesen seltsamen Befehl Gottes auszuführen.


Gott hält Abraham dann im letzten Moment davon ab, seinen Sohn zu töten. Daraufhin macht er ihm ein großes Versprechen:

1. Mose 22,15-18 (ELB): Und der Engel Jehovas rief Abraham ein zweites Mal vom Himmel zu und sprach : Ich schwöre bei mir selbst, spricht Jehova, daß, weil du dieses getan und deinen Sohn, deinen einzigen, mir nicht vorenthalten hast, ich dich reichlich segnen und deinen Samen sehr mehren werde, wie die Sterne des Himmels und wie der Sand, der am Ufer des Meeres ist; und dein Same wird besitzen das Tor seiner Feinde; und in deinem Samen werden sich segnen alle Nationen der Erde : darum, daß du meiner Stimme gehorcht hast.


Verstehen Sie, was hier passiert ist? Abraham war bereit, Gott seinen Sohn zu opfern. Und ein paar Jahrhunderte später hat Gott dasselbe für uns Menschen getan - er sandte seinen geliebten Sohn Jesus auf die Erde - als Opfer für die Sünden der Menschheit.

 

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